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Kleine Schweineschule

Muttertiere nennt man Sauen,

Vatertiere Eber

Die Babys heißen Ferkel. Die Sauen sind 115 Tage (3 Monate, 3 Wochen, 3 Tage) trächtig und bringen dann im Schnitt ca. 14 Ferkel zur Welt.

Große Ferkel, die keine Mutter mehr brauchen, nennt man Läufer

Die Schnauze nennt man Rüssel, mit dem die Schweine sehr gut riechen, fühlen und wühlen können.

Sehen können sie nicht so gut.

Oft sind auch einfach die großen Ohren im Weg.

Schweine sind Paarhufer, die Füße heißen Klauen. Die Hufwände bestehen aus festem Horn, die Sohlen sind weiche Polster, die sogenannten Ballen. Die kleineren Zehen sind die Afterklauen.

Schweine haben kein Fell, nur ein paar Borsten. Deshalb mögen sie es am liebsten angenehm warm, bei 18-20 Grad fühlen sie sich am wohlsten. Genau wie Hunde können sie nicht schwitzen. Große Hitze können sie überhaupt nicht leiden. Sie sind Liegekühler, überschüssige Körperwärme versuchen sie durch hecheln und Abgabe an kühleren Untergrund los zu werden. Und sie bekommen schnell einen Sonnenbrand!

Das Schwein ist ein Allesfresser. Da es aber gesetzlich verboten ist tierische Produkte zu füttern, werden unsere Schweine vegan ernährt. Auch wenn sie gerne Fleisch fressen würden! In einer hochmodernen fahrbahren Mal-und Mischanlage wird unser selbst erzeugtes Getreide (Gerste u.Weizen) mit Mineralfutter und Soja als Eiweißkomponente gemischt und im Anschluss direkt in die Futtersilos verbracht.  Für jedes Schwein (tragende/säugende Sau, Ferkel, Läufer) gibt es eine individuelle Rationsberechnung, nach der die Komponenten zusammengestellt werden.

Unsere Mastschweine bekommen außerdem Triticale, Mais (CCM) und als Eiweißkträger heimische Ackerbohnen.

Wie die Wildschweine sind auch unsere Hausschweine hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber schlafen sie sehr viel, gern in dämmerigen Ecken, wobei sie das Gruppenliegen (dicht an dicht gekuschelt, quasi Löffelchen) bevorzugen.(Hier eine Sau unter Ferkeln in unserem Mutter-Kind-Gruppenstall) 

 

Übrigens: Schweine sind sehr saubere Tiere! Ihre Schlafplätze halten sie sauber und richten sich extra Toiletten-Bereiche im Stall ein.

 

 

Dem Schwein können wir Menschen sehr dankbar sein: wir können es komplett als Nahrung verwerten. Von ihm haben wir aber  nicht nur Braten, Schnitzel, Spareribs und Steaks,Schinken und Wurst, Sülze und Suppe, sondern z.B. auch Borsten für Pinsel, Gelatine für Gummibärchen und Insulin und Heparin für Medikamente. Außerdem Dünger für unsere Felder und Wiesen und vieles mehr.

 

Danke an ein tolles Tier: Das Schwein!